Mit Zuversicht ins Jahr 2012
Mit Optimismus stimmte die NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft die Bürgerinnen und Bürger auf das neue Jahr 2012 ein. In ihrer Neujahrsansprache bezeichnete sie Nordrhein-Westfalen als starkes und weltoffenes Land. Seine Bewohner ermunterte sie zu einem Pakt gegen Fremdenfeindlichkeit und Gewalt:
http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2012/01/01/neujahrsansprache-kraft.xml
(Quelle: MEDIATHEK - WDR.de)
„Unter Demokratie verstehe ich,
dass sie dem Schwächsten die gleichen Chancen einräumt
wie dem Stärksten."
Mahatma Gandhi (1869-1948)
Kraftvoller Auftritt der Ministerpräsidentin
Natürlich, aufrichtig und bürgernah – so gab sich Hannelore Kraft bei ihrem Besuch in der kleinen Ortschaft Bühne. Rund 600 Menschen waren auf Einladung des SPD-Stadtverbandes Borgentreich ins südliche Ostwestfalen gekommen, um die neue NRW-Ministerpräsidentin hautnah zu erleben. Die Gäste zeigten sich begeistert, da Kraft den richtigen Ton traf: in ihrer Rede, im persönlichen Gespräch mit den Bürgern und als Sängerin.
Als Sänger präsentierten sich auch die Schüler der Grundschule Bühne. In einem umgetexteten Lied warben sie für den Erhalt ihrer Schule trotz rückläufiger Schülerzahlen. Elternvertreter forderten die Absenkung der Mindestschülerzahl zur Bildung einer Eingangsklasse von 18 auf 13 Schüler, was Kraft jedoch ablehnte. „Ich werde nichts versprechen, was ich nicht halten kann. Ein solcher Schritt wäre nicht finanzierbar. Er würde euch auch nicht lange helfen.“
Es müssten andere Konzepte her, betonte die Ministerpräsidentin und bat um Geduld. Sie nahm das Bühner Problem als Aufhänger für ihre Rede und erklärte: „Wir stecken in der Demografie-Falle.“ Das Land brauche mehr Kinder. Deshalb sei es wichtig, in Köpfe zu investieren und allen Kindern eine gute Bildung zu ermöglichen. „Wir dürfen kein Kind zurücklassen“, so die NRW-Regierungschefin.
Dazu habe die neue Landesregierung wichtige Weichen gestellt: Die Studiengebühren seien ab dem Wintersemester Geschichte. Überdies habe das Kabinett vor einigen Tagen beschlossen, das letzte Kita-Jahr beitragsfrei zu gestalten. Auch das Modell der Gemeinschaftsschule, das auf längeres gemeinsames Lernen setze, diene diesem Ziel.
Einen weiteren Ansatz, aus der Demografie-Falle zu entkommen, sieht Kraft in der angemessenen Bezahlung guter Arbeit. Sie warb für Mindestlöhne und betonte, junge Menschen dürften nicht mit Billiglöhnen oder als Dauer-Praktikanten abgespeist werden.
Zum Schluss ihrer Rede hob sie die Wichtigkeit des Ehrenamtes für eine funktionierende Gemeinschaft und dankte allen, die sich ehrenamtlich engagieren.
Für die Ministerpräsidentin wurde der Auftritt in Bühne zum Heimspiel: Ihre Rede wurde mit lang anhaltendem Beifall und mit „Standing Ovations“ bedacht. „Das ist mir peinlich“, raunte Kraft daraufhin bescheiden dem Borgentreicher SPD-Stadtverbandsvorsitzenden Jürgen Dierkes zu.
Nachdem die Bundesratspräsidentin ihr politisches Können gezeigt hatte, stellte sie auch ihr musikalisches Talent unter Beweis. Sie trommelte beim Musikverein Bühne und schmetterte gemeinsam mit dem Chor Concordia den Karat-Klassiker „Über sieben Brücken musst du gehn“.
Die Zahl Sieben spielte eine weitere Rolle: So viele Neumitglieder fanden an dem Abend zur SPD. Sechs von ihnen sind jünger als 25 Jahre. Als Vorsitzende der NRWSPD begrüßte Kraft jedes Neumitglied mit persönlichen Worten und übergab die von ihr signierten Parteibücher.
Weitere Informationen zum Besuch von Ministerpräsidentin Kraft:
http://www.nw-news.de/lokale_news/warburg/warburg/4377860_Sie_trifft_exakt_den_Ton.html
Erschienene Presseberichte:
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Neue Westfälische, 9. April 2011 |
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Neue Westfälische, 11. April 2011 |
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Westfalen-Blatt, 11. April 2011 |
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