SPD Borgentreich lud zum zweiten Mal zum Bücherabend von Frauen für Frauen ein
Starke Frauen und starke Bücher standen beim Borgentreicher Bücherabend im Mittelpunkt. Zum Welttag des Buches hatte die Borgentreicher SPD alle interessierten Frauen unter dem Motto „Starke Frauen – in der Phantasie und im Alltag“ in das Borgentreicher Orgelmuseum eingeladen. Dort stellten drei ortsbekannte Frauen unter der Moderation von Buchhändlerin Mechthild Cramme ganz verschiedene Bücher vor.
Lesen kann ganz verschiedene Effekte haben und Gefühle wecken. Lesen kann entspannend sein. Es kann aber auch das Gemüt aufwühlen oder Menschen nachdenklich stimmen. Viele Menschen lassen sich von Büchern faszinieren und begeistern. „Für das Lesen begeistern, das wollen wir auch“, brachte SPD-Frauenbeauftragte Inge Fels den Sinn des Borgentreicher Bücherabends auf den Punkt.
Eine zentrale Rolle kam hierbei der Vorsitzenden des Kreis-Kulturausschusses und selbstständigen Buchhändlerin aus Warburg, Mechthild Cramme, zu. Unter ihrer Moderation präsentierten drei Frauen verschiedenen Alters und mit ganz unterschiedlichen Interessen ihre Lieblingslektüre.
Marita Butterwegge, die Vorsitzende der Borgentreicher CDU-Frauenunion, zitierte eine Passage aus „Die Schachspielerin“ von Bertina Henrichs. In dem Buch findet eine einfache Frau, ein Zimmermädchen, zufällig im Zimmer eines Gastes ein Schachspiel. Sie erliegt der Faszination und erlernt dieses Spiel gegen den Widerstand ihres Umfeldes. Lektorin Butterwegge: „Das Buch zeigt: Mit starkem Willen können Frauen vieles erlernen.“
Die stellvertretende Landrätin und SPD-Kreistagsabgeordnete Dorit Flore mag es gern spannend. Sie präsentierte deshalb den Roman „Die Mittagsfrau“. Ein Werk, das nicht nur Dorit Flore gefällt: Die Autorin Julia Franck wurde im Jahr 2007 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Ihr Buch zeichnet die Geschichte einer faszinierenden Frau nach, deren Leben in die Mühlen des Ersten und Zweiten Weltkrieges gerät.
Ute Fögen, ehrenamtliche Mitarbeiterin in der Katholischen öffentlichen Bücherei stellte das Märchen „Prinzessin Frosch“ vor. Dieses „Märchen von mutigen Mädchen“, so der Untertitel, bringe zum Ausdruck, dass hinter jedem erfolgreichen Mann ein tüchtige Frau stehe, erklärte Ute Fögen ihre Wahl.
Auch Mechthild Cramme hatte noch einige gute Literaturempfehlungen für den Sommer im Gepäck. Sie stellte mehrere Bücher vor, die alle eins gemeinsam haben: Im Mittelpunkt stehen starke Frauen.
Zum Abschluss des Abends zeigte sich Organisatorin Inge Fels sehr zufrieden: „Die drei Lektorinnen und die Moderatorin Mechthild Cramme haben uns einen sehr interessanten Abend beschert.“ Deshalb solle es auch im nächsten Jahr wieder einen Borgentreicher Bücherabend geben.
--------------------------------------------------------------------------------
Die Borgentreicher Literaturtipps:
- Bertina Henrichs: Die Schachspielerin
- Julia Franck: Die Mittagsfrau
- Gabriele Dietz und Amelie Glienke: Prinzessin Frosch und andere Märchen von pfiffigen Mädchen
- Reinhold Löffler: Ins Bild geschlichen
- Alan Benett: Die souveräne Leserin
- Alan Benett: Cosi fan tutte
- Katharina Hagena: Geschmack von Apfelkernen
- Karin Cotroneo: Diese Liebe
- Helen Garner: Das Zimmer
- Bischöfin Margot Kässmann: Mütter der Bibel
- Maria Barbal: Wie ein Stein im Geröll
- Johanna Ardoján: Eine exklusive Liebe
- Elisabeth Severina: Der Duft von zu Hause
- Jonathan Coe: Der Regen bevor er fällt
- Dorinde van Oort: Frau im Schatten
- Dora Heldt: Urlaub mit Papa
- Franziska Kalch: Alte Damen
Die Bücher können in der bücherstube mechthild cramme, Marktstraße 6, 34414 Warburg, Telefon 05641/750120, bestellt werden.
Der Welttag des Buches:
1995 erklärte die UNESCO den 23. April zum „Welttag des Buches“, dem weltweiten Feiertag für das Lesen, für Bücher und die Rechte der Autoren. Die UN-Organisation für Kultur und Bildung hat sich dabei von dem katalanischen Brauch inspirieren lassen, zum Namenstag des Volksheiligen St. Georg Rosen und Bücher zu verschenken. Über diesen Brauch hinaus hat der 23. April auch aus einem weiteren Grund besondere Bedeutung: Er ist der Todestag von William Shakespeare und Miguel de Cervantes.
In Deutschland gibt es den „Welttag des Buches“ seit 13 Jahren. Zahlreiche Buchhandlungen, Verlage, Schulen und Bibliotheken organisieren jedes Jahr mit Engagement und Kreativität Veranstaltungen rund um Bücher und das Lesen. So auch Buchhändlerin Mechthild Cramme: In ihre Bücherstube in Warburg lädt sie aus Anlass des Welttages des Buches Schulklassen ein und wirbt für das Lesen.